PlayStation Network – Hacker stehlen Daten von 77 Millionen Kunden
Es ist wohl das schlimmste, was einer Einkaufsplattform wie Sonys PlayStation Network passieren kann. Hacker haben sich am 18. Und 19. April in die Datenbanken des Spieleriesen gehackt und so die Kundendaten von bis zu 77 Millionen Kunden ausgespäht.
Bei dem Angriff hatten es die Datendiebe wohl auf persönliche Daten wie Name, Adresse, E-Mail-Adressen, Telefonnummer und Login-Daten abgesehen. Welchen Schaden der Missbrauch dieser Daten anrichten wird, kann noch nicht abgesehen werden.
Ob auch Kreditkarten-Daten gestohlen wurden ist noch nicht klar, Sony empfiehlt seinen Kunden in jedem Fall, die Kontobewegungen genau zu beobachten.
Was kann passieren
Wie bereits angedeutet, kann bei einem Diebstahl der Kreditkarten-Daten allerlei Unheil auf die Kunden zukommen. Auffällige Bewegungen auf dem eigenen Konto sollte man unverzüglich seinem Geldinstitut und der Kreditkartenfirma melden.
Auf diesem Wege kann man sich vor finanziellem Schaden zwar direkt schützen, aber auch indirekter Schaden kann entstehen.
Der Mensch als Gewohnheitstier neigt dazu, Login-Daten mehrfach zu nutzen. So kann es passieren, dass mit den Daten auch Accounts bei anderen Shopping-Plattformen ausgespäht werden.
Sony warnt vor Anrufen und E-Mails, durch die die Hacker an weitere Daten wie Kontonummern zu kommen versuchen könnten. Das Unternehmen hat offiziell bekannt gegeben, dass es keine Mails oder sonstige Kontaktaufnahme von Sony geben wird.
Wie kann ich mich schützen
Am wirkungsvollsten wirkt die direkte und konsequente Kontrolle aller Bankdaten. Nur wer Unregelmäßigkeiten entdeckt, kann gegen diese auch vorgehen.
Um sich gegen eventuellen Missbrauch der Kreditkarte zu schützen, können Sie diese auch neu beantragen. So müssen auf Sie diese zwar einige Tage verzichten, müssen sich aber keine Sorgen um ihre Daten mehr machen.
Bei den Marktführern wie VISA und Mastercard geht ein Wechsel unkompliziert und kostenlos vonstatten. Die Firmen haben sich nach eigener Aussage auch schon auf die Ausnahmesituation vorbereitet.
Wenn Sie zu den Menschen neigen, die häufig die gleichen Zugangsdaten nutzen, sollten Sie auch dies hinterfragen und die Login-Daten in jedem Fall wechseln. Doch Vorsicht: Nur das Passwort zu wechseln reicht nicht. Sie sollten auch eine neue E-Mail-Adresse nutzen um sich vor eventuellen Angriffen zu schützen.
Konsequenzen für Sony
Die Konzernspitze des Unternehmens wird nicht müde, die Kunden zu beschwichtigen. Dies ist auch dringend nötig, da das Vertrauen ohnehin schon unwiederbringlich erschüttert scheint.
Es wird Sony lange Zeit, verschiedenste Sicherheitsmaßnahmen und letztlich jede Menge Geld kosten, das Vertrauen wieder zu stärken.
Die Ausfallkosten durch den tagelangen Ausfall des PlayStation Network wird Sony bereits teuer zu stehen kommen. Im Vergleich zu den Schadensersatzforderungen, die auf Sony zukommen werden wenn dem Unternehmen Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann, dürfte diese Summe allerdings relativ gering sein.